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Donnerstag, 11 August 2022
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8. Kastler Kunsttage im Steinstadel

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In ihren Bildern hält Alexandra Hiltl menschliche Figuren in zeichnerischer und malerischer Leichtigkeit sowohl im kleinen wie im großen Format auf Papier und Leinwand in einer Mischtechnik aus Tusche, Kohle, Kreide und Pigmenten fest. Hiltl arbeitet mit Aktmodellen und reagiert subtil auf die Natürlichkeit des bloßen Körpers.

In ihrem Oeuvre finden sich zudem Bilder von Badenden, Blumenstücke und Stadtansichten, allesamt durch fließende Farben atmosphärisch von der Realität entrückt. Für ihre Blumenstücke lässt sich die Malerin von der Flora ihres Gartens und der Umgebung inspirieren.

Transparente, flüssige Farben und die Verwendung metallischer Pigmente, die sich nur bei bestimmtem Lichteinfall entfalten und im schillernden Fließen des Werks Bewegung illusionieren, sind Teil ihrer künstlerischen Handschrift.

Alexandra Hiltl, Jahrgang 1974, stammt aus Neumarkt. Von 1996 bis 2002 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste München. 2000 erhielt sie das Sokrates/Erasmusstipendium für die Athens School of Fine Arts bei Prof. Dimitris Sakellion (Malerei).

Seit 2003 ist sie als bildende Künstlerin in den Bereichen Malerei, Grafik und Fotografie sowie als Kunstpädagogin und freie Dozentin tätig. Sie lebt und arbeitet seit 2006 wieder in ihrer Heimatstadt Neumarkt.

Boote spielen im Werk von Joachim Tschacher eine wichtige Rolle. Seine „Bootschaft“ ist 7,50 Meter lang, gebaut aus Bambusholz. Handgeschöpftes Papier aus Weizenstroh bildet die charakteristische Haut des Kunstwerks. Immer schon habe ihn das Thema Boot fasziniert, sagt der Künstler. Weil es die Menschen seit Urzeiten begleitet, für manche sogar Lebensraum ist. So etwa in fernöstlichen Ländern, in denen Menschen auf Booten geboren werden und auf Booten sterben.

Zwei verschiedenen Arten widmet sich der Künstler: Dem „lifeboat”, einer Art Lebensboot, breit, aufnahmefähig, das es zu unterhalten und kultivieren gilt, um später dann umzusteigen in ein Gefährt wie die „Bootschaft”, das Menschen aus diesem in das andere Leben führt, das damit den Übergang von dieser zur nächsten Welt bedeutet. Eine Art Totenschiff, wie es in vielen Kulturen zu finden ist.

Joachim Tschacher, 1943 in Bad Reinerz geboren, lebt in Ebrantshausen in der Holledau. Seit dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in München arbeitet er als Lehrer und Bildhauer in Mainburg.

Marion Trapp bezeichnet sich selbst als „Farbliebende“. Sie ist Autodidaktin, befasste sich beruflich mit ganz anderen Themen, unter anderem als Betriebswirtin in der Baubranche. Ohne sich auf einen Stil festzulegen, arbeitet sie mir Öl- und Acrylfarben sowie anderen Matierialien. „Ich vertraue auf mein Bauchgefühl und experimentiere ständig“, sagt die Künstlerin. “Ohne Skizze, nur aus meiner Stimmung und aus meinem Gefühl heraus, entstehen dynamische Kunstwerke, die immer einen Teil von mir beinhalten.

Es ist ein magischer Moment für mich, eine weiße Leinwand mit Farbe zu bedienen und zu sehen und zu fühlen was das Bild mit mir macht und was es von mir will. Emotionen unterschiedlicher Art werden in mir hervorgerufen. So entsteht ein Flow im Entstehungsprozess und ich bin oft selbst vom Ergebnis überrascht.” Ihre Bilder tragen keinen Titel, um die Phantasie der Betrachter anzusprechen, „und um mit meinen abstrakten Bildern die Menschen zu erreichen, ohne Wort, nur mit Farbe und deren Erscheinung“, so beschreibt Trapp ihre Intention. Sie ist Jahrgang 1967, und lebt in der Fränkischen Schweiz.

Stefan Stock kreiert seine Objekte und Lampen aus Fundstücken: Diese Werke erinnern an industrielle Apparaturen. Sie blinken und erklingen bei Berührung, daher gilt hier: berühren und Schalter betätigen ist erlaubt. Stefan Stock, 1965 in Amberg geboren, absolvierte nach einem Chemiestudium eine Ausbildung zum Augenoptiker.

Seit 1998 verleiht er in seiner Werkstatt gefundenen Gegenständen einen neuen Kontext. Die „Zutaten“ findet er auf Schrottplätzen, bei Altwarenhändlern oder auf dem Recyclinghof. Er verarbeitet aber teilweise auch natürliche Materialien wie Kristalle. Die Bandbreite reicht dabei von einfachen Blechgehäusen und Rohren bis zu kompletten Schaltschränken.

Diese Fundstücke zerlegt er in Einzelteile zerlegt „rekombiniert“ sie. Einen festen Plan oder Entwurf gibt es dabei selten, meist entwickeln sich die Dinge nach und nach um ein zentrales Teil. Dabei entstehen Objekte, die ihren Sinn im Gegensinn und in der Freiheit vom üblichen Gebrauchszweck haben, jenseits des Funktionierens für zuhause oder die Industrie, jenseits dessen, wofür im allgemeinen Gegenstände hergestellt oder erworben werden.

Wegen Corona startet die Ausstellung im Steinstadel in Kastl, Brauhausgasse 1, in diesem Jahr ohne Vernissage.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 26./27. September, jeweils 14 bis 18 Uhr; Samstag und Sonntag, 3./4. Oktober, jeweils 14 bis 18 Uhr, und Samstag und Sonntag, 10/11. Oktober, jeweils 11 bis 18 Uhr.

Während der Ausstellung finden auch wieder offene Ateliers statt.

Mehr Info: www.kastler-kunsttage.de

Ausstellungsdauer: 26.9. bis 11.10.

Öffnungszeiten im Steinstadel:

  • Samstag 26.9. 14 bis 18 Uhr
  • Sonntag 27.9. 14 bis 18 Uhr
  • Samstag 3.10. 14 bis 18 Uhr
  • Sonntag 4..10. 14 bis 18 Uhr
  • Samstag 10.10. 11 bis 18 Uhr
  • Sonntag 11.10. 11 bis 18 Uhr

Offene Ateliers:

  • Samstag 10.10 11 bis 18 Uhr
  • Sonntag 11.10. 11 bis 18 Uhr

sind diese Ateliers zum Besuch geöffnet:

  • Stefan Stock, Lichtobjekte, Hainthalstr. 38, Kastl
  • Alexandra Hiltl, Malerei, Bernfurter Mühle 10, Neumarkt
  • Georg Pickl, Fotografie, Hohenburger Str. 13, Kastl (Schaufenster)
  • Michael Pickl, Bildhauer, Hohenburger Str. 15, Kastl (auch 26.-27.9 und 3.-4.10, 14 -18 Uhr)

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