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Mittwoch, 20 Januar 2021
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Adventskranz & Barbarazweige sorgen für vorweihnachtliche Stimmung

Wenn es draußen ungemütlich ist mit Kälte, Regen- oder Schneeschauern, erliegt der Tatendrang der Gärtner. Ein Übriges tun die langen Nächte und die Ausgangsbeschränkungen durch Corona. Da bleibt man lieber in der warmen Wohnung und freut sich über die ruhigen Wochen. Nachdem Weihnachtsmärkte und -feiern heuer ausfallen, wird es für viele von uns eine ausgesprochen „stade“ Zeit.

Das bietet auch Raum für Besinnung. Verschiedene Bräuche können uns helfen, tiefer die Geheimnisse des Lebens zu erfahren. Wenn draußen die Natur scheinbar erstirbt, findet man doch auch Zeichen, die uns zeigen, dass das Leben stärker ist als der Tod. In den Gärten oder beim Gärtner finden sich Materialien, aus denen wir etwas Ansprechendes gestalten können.

Adventskranz & Barbarazweige sorgen für vorweihnachtliche Stimmung
Adventskranz & Barbarazweige sorgen für vorweihnachtliche Stimmung Foto: Franz Kraus

Ein Adventskranz, gebunden aus grünen Tannen- oder Fichtenzweigen, ist nicht nur ein schöner Schmuck. Die immergrünen Pflanzenteile sind auch ein Symbol für das ewige Leben. Die vier Kerzen auf dem Kranz stehen für die vier Adventsonntage und verweisen uns mit ihrem zunehmenden Licht auf Weihnachten, wo Jesus als das Licht der Welt geboren wird. Ein alter Orakelbrauch ist das Schneiden der Barbarazweige.

Am 4. Dezember wird das Fest dieser volkstümlichen Heiligen gefeiert. An diesem Tag schnitt man früher Zweige von Kirsch- oder Apfelbäumen. Geeignet sind aber auch die Triebe von Forsythien, Zierquitte oder -kirsche, Winterduftschneeball und Kornelkirsche. Diese sollen möglichst schon Frost abbekommen haben. Wichtig ist, dass die Triebe runde, dicke Knospen angesetzt haben. Nur aus diesen brechen Blüten hervor, während aus den spitzen, dünnen Knospen meist nur Blätter kommen.

Man legt die Triebe in lauwarmes Wasser und stellt sie dann in eine Vase. Das Wasser sollte alle paar Tage erneuert werden. Wenn die Blüten an Weihnachten voll entfaltet waren, deutete man dies früher als Zeichen für ein fruchtbares Jahr. In der christlichen Symbolik sieht man in den an Weihnachten erblühten Zweigen die Prophezeiung erfüllt, die der alttestamentliche Prophet ausgesprochen hat und die in dem beliebten Weihnachtslied „es ist ein Ros´ entsprungen“ anklingt. Er sagte: Aus der erstorbenen Wurzel Jesse wird ein neuer Trieb hervorbrechen. In der Geburt von Jesus ist diese Prophezeiung erfüllt.

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