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Donnerstag, 6 Oktober 2022
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Gartentipp: „Gesundheitskur für den Boden“

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Gründüngung schützt den Boden und fördert das Bodenleben

Teilweise sind die Gemüsebeete schon abgeerntet. Wer keine Folgekultur wie Feldsalat oder Barbarakraut einsät, sollte den Boden auf jeden Fall nicht unbedeckt lassen. Jetzt ist noch ausreichend Zeit, eine Gründüngung auszubringen. Darunter versteht man allerdings keinen grün gefärbten Dünger, sondern die Aussaat verschiedener Pflanzen, die nicht geerntet werden, sondern ganz der Bodengesundheit dienen. Je nach Bodenart, wird man andere Pflanzen auswählen.

Ringelblumenblüte; Foto: Franz Kraus

In Gärtnereien oder in den Fachgeschäften gibt es die unterschiedlichsten Angebote. Am günstigsten für die Böden sind Mischungen. Für schwere Böden eignet sich eine Leguminosenmischung bestehend aus Erbsen, Ackerbohnen und Wicken. Die tiefgehenden Wurzeln erschließen den Boden und in Symbiose mit Knöllchenbakterien fixieren Leguminosen Stickstoff aus der Luft und reichen den Boden damit an.

Sehr schnell keimt der Senf. Ihn kann man bis in den Winter stehen lassen. Die Pflanzen frieren bei stärkeren Frösten ab. Im Frühjahr braucht man nur noch die kaputten Pflanzen abzurechen und hat wieder ein saatfertiges Beet. Man kann auch im Winter am besten bei leichtem Frost die Gründüngung umgraben.

Ringelblume und Tagetes haben eine nematodenabwehrende Wirkung. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer sorgen für gehemmtes Pflanzenwachstum z.B. bei Erdbeeren. Wer noch etwas für die Insekten tun möchte, kann Phacelia, auch Bienenfreund genannt, säen. Wenn die Pflanze noch zur Blüte kommt, wirkt sie wie ein Magnet auf Biene & Co..

Gründüngungsmischung; Foto: Franz Kraus

Was bringt die Gründüngung? Durch die Wurzeln im Boden entwickelt sich ein reiches Bodenleben. Die Erde bleibt krümelig. Nährstoffe werden festgehalten und können nicht ausgewaschen werden. Gut entwickelte Böden können auch mit einer winterharten Mischung besät werden.

Damit erspart man sich das Umgraben. Im Frühjahr werden die Pflanzen abgemäht und nur dort, wo gesät oder gepflanzt werden soll, reißt man die Wurzeln heraus. Bei schweren Böden sollte man umstechen. Allerdings so spät wie möglich, denn durch die milden Herbstwochen gibt es sonst zu intensive Umsetzungsvorgänge, was zu Auswaschungen von Nährstoffen führt.

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