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Dienstag, 17 Mai 2022
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Ein Verfechter deutscher Baukultur

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David Djore aus Schwarzenbruck koordiniert Projekte in Togo

„Wenn in Togo eine Brücke steht, die nach einem guten Jahrhundert noch hält, dann wurde sie von den Deutschen errichtet“, betont David Djore und spielt darauf an, dass seine alte Heimat in Afrika bis 1916 einige Jahrzehnte lang eine deutsche Kolonie war. Auch wenn sich die politischen Verhältnisse inzwischen geändert haben, ist man vor Ort noch heute überzeugt: Bauen können die Deutschen! Als Verfechter hochwertiger Standards bei Bauprojekten hat sich Djore in den letzten Jahren mehrfach engagiert: Eigentlich arbeitet er als Baggerführer bei einer überregional tätigen Baufirma in Sengenthal, wann immer es die Freizeit zulässt, wird der Wahl-Schwarzenbrucker aber in Togo ehrenamtlich tätig. Für die Projekthilfe Dr. Luppa, eine in Amberg verwurzelte Hilfsorganisation, konnte er bereits einige Baumaßnahmen vor Ort betreuen und mit afrikanischen Handwerkern und vielen freiwilligen Helfern umsetzen – darunter unter anderem eine neue Realschule in Bassar, einen Kindergarten und zuletzt ein Gymnasium. Wenn diese Gebäude bezüglich ihrer technischen Infrastruktur auch nicht mit pädagogischen Einrichtungen in Deutschland vergleichbar sind, so legt David Djore doch stark Wert darauf, die Standards so hoch wie möglich zu setzen – damit die zu großen Teilen aus deutschen Spendengeldern finanzierten Projekte baulich „Hand und Fuß“ haben und langlebig sind.

„Ohne unsere Freunde in Deutschland wäre das alles nicht möglich gewesen”, betonte Djore umringt von einer Schar von Kindergartenkindern, als er am 2. Januar in Bassar einen weiteren Meilenstein der Projekthilfe einweihen konnte: Im Laufe des vergangenen Jahres 2021 entstand eine Kantine, in der ab sofort Kindergarten- und Schulkinder aus benachbarten Einrichtungen warm speisen können. Dabei wurde das auch hierzulande oft zitierte Prinzip der „kurzen Wege“ vorbildlich umgesetzt: An das Gebäude angrenzend findet sich ein Garten, in dem der örtliche Witwenverein Salat anbaut und somit für vitaminreiche Kost sorgt. Ein ebenfalls errichteter Ofen erlaubt das Backen von Brot direkt vor Ort.

David Djore hofft inständig, dass es auch im frisch gestarteten 2022 wieder viel Unterstützung für die Projekte gibt, welche ihm am Herzen liegen. Ein Dauerthema ist dabei die Schaffung von Brunnen, da diese einen direkten Einfluss auf das Bildungsniveau in afrikanischen Orten haben können. „Wenn Mädchen oder junge Frauen täglich kilometerweit ins nächste Dorf laufen müssen, um an der Wasserstelle dort ihre Gefäße zu füllen, dann können sie in dieser Zeit nicht in die Schule gehen.“ Die Knappheit von Brunnenanlagen sorgt nicht selten auch für tumultartige Szenen an den wenigen existenten Zapfstellen. In den vergangenen Jahren konnte David Djore jedoch auch hier für eine Verbesserung der Situation sorgen – auch wenn es an manchen Stellen dafür erforderlich war, bis zu 110 Meter in die Tiefe zu bohren, bis „Mutter Afrika“ ihre Wasservorräte offenbarte.

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