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Donnerstag, 30 Juni 2022
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Ein Milliardenprojekt in der Kritik

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Kommt das 9-Euro-Ticket im Juni?

Auf der Homepage des Verkehrsministeriums prangt seit Ende April in großen Lettern die Schlagzeile „Das 9-Euro-Ticket kommt“. Mit diesem Angebot „schenkt“ die Bundesregierung allen Bürgern ab dem 1. Juni 2022 ein stark verbilligtes ÖPNV-Ticket für 9 Euro pro Kalendermonat. Die öffentliche Hand kostet dieses auf drei Monate befristete „Präsent“ 2,5 Milliarden Euro. Am 19. und 20. Mai sollen Bundestag und Bundesrat grünes Licht geben. Mit dem „Schnupperticket“ will die Branche dauerhaft neue Kunden für den ÖPNV gewinnen und den Straßenverkehr entlasten. Da der Preis pro Liter Kraftstoff längst die 2 Euro-Marke geknackt hat, sind Alternativen gefragt. Doch auf Länder-Ebene regt sich politischer Widerstand – zuletzt kritisierte unter anderem Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) das Projekt, er forderte einen vollständigen Ausgleich der Kosten seitens des Bundes. Wenn sich abzeichne, dass die Länder „die Rechnung“ für ein „dreimonatiges Trostpflaster“ zahlen müssten, werde Bayern im Bundesrat der Einführung des Tickets nicht zustimmen können. Auch Minister aus Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg haben bereits mit Blockadehaltungen gedroht.

Gültigkeit

Das 9-Euro-Ticket ist für die Sommermonate Juni, Juli und August erhältlich. Es gilt bundesweit für Busse und Bahnen (ohne ICE, IC und EC). Daher ist ein in Bayern gekauftes Ticket auch in allen anderen Bundesländern gültig. Rechtzeitig zu Beginn der Pfingstferien bietet sich damit die Möglichkeit, die nähere oder fernere Heimat mit den „Öffentlichen“ zu erkunden. Günstiger gibt es die Anreise zum Biergartenbesuch in Regensburg, dem Shopping-Tag in München oder der Stadtführung in Bamberg wohl kaum. Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg arbeitet zusammen mit seinen Partnern mit Hochdruck an der Umsetzung im VGN-Gebiet. „Kunden, die jetzt schon eine VGN-Fahrkarte besitzen, die länger als einen Monat gilt, profitieren ebenfalls von allen Vorteilen des 9-Euro-Tickets und brauchen keinen zusätzlichen Fahrschein“, betont Geschäftsführerin Anja Steidl. Differenzbeträge für bereits erworbene Tickets sollen erstattet werden.

Verkaufsstellen

Das 9-Euro-Ticket wird über die VGN App Fahrplan & Tickets, die Nürnberg Mobil App sowie den DB Navigator erhältlich sein. Analoge Vertriebskanäle, z.B. am Automaten oder im Kundencenter, sind in Vorbereitung. Der Vorverkauf (außer am Automaten) soll voraussichtlich am 21. Mai starten. Die Tickets dieser Sonderaktion sind nicht limitiert und sind Teil des Entlastungspakets der Ampel-Koalition aufgrund der hohen Energiepreise.

Weitere Infos unter : Vgn.de/neuigkeiten/9-Euro-Ticket

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