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Montag, 6 Februar 2023
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„Augen auf beim Wanderlauf“

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Dieser Tage kann das man viele farbenfrohe Frühjahrsboten entdecken

Theresa Linhard

Noch prägen hauptsächlich kahle Laubbäume und vertrocknete Kräuterstängel das Landschaftsbild. Doch nur für diejenigen, die nicht genau hinsehen. Für die anderen offenbaren sich die ersten farbenfrohen Frühjahrsboten. Weidenkätzchen, aufgehende Blattknospen, sattgrüne Grasbüschel und farbenfrohe Blüten entzücken das feine Auge. Vergangene Woche lockten die warme Frühjahrssonne und vergnügtes Vogelgezwitscher nach draußen und erhellten unsere Gemüter. Spaziergänge bereiten dieser Tage viel Freude und bringen Schwung in wintermüde Knochen.

„Das sieht aber interessant aus!“, sagte meine Wanderbegleitung, „rosa Blüten an einem verholzten Stiel, aber keine Blätter?“ Das ist schon eine besondere Erscheinung hier am Waldrand. Ein Blick in das Bestimmungsbuch verrät: Der Gewöhnliche Seidelbast (Daphne mezereum L.). Ein Zwergstrauch, der von März bis April blüht. Zwergsträucher sind allgemein als Gehölze beschrieben, die in der Regel 50 – 100 cm hoch werden. Der Gewöhnliche Seidelbast kann Wuchshöhen von 30 – 150 cm erreichen. Seine rutenförmigen Zweige sind nur an der Spitze beblättert und die erscheinen erst, wenn die Blüte bereits im vollen Gange ist. Aber vorsichtig! Der Gewöhnliche Seidelbast ist giftig und außerdem geschützt. Nach der Blüte bilden sich knallrote Beeren.

Foto: T. Linhard

Nach der Abkühlung durch das Stück Wald gelangen wir auf eine Lichtung, die uns angenehm wärmt. Links und rechts des Weges entdecken wir die fröhlich wirkenden, gelben Blütenknöpfe des Huflattichs (Tussilago farfara L.). Er wird von um die Wette fliegenden Schmetterlingen umschwärmt, die das erste Blütenangebot dankend annehmen. Der Huflattich blüht von Februar bis April und wird zwischen 5 – 20 cm hoch. Vor allem ist er auf Äckern, Schutt- und Kiesplätzen und Wegen zu finden. Auch beim Huflattich erscheinen die Blüten vor den Blättern. Der Blütenschaft zeigt sich mit rötlichen Schuppen und die Blätter sind grundständig.

Foto: T. Linhard

Zum Ende dieser Wanderung verabschiedet uns das Wohlriechende Veilchen (Viola odorata L.) in den Abend. Das 5 – 10 cm hohe Pflänzchen blüht im schönsten Lila von März bis April. Seinen Namen verdankt es dem stark riechenden ätherischen Öl in der Blüte. Deshalb finden die Blüten des Wohlriechende Veilchens zum Beispiel Verwendung in Form von Tee, Gelee oder Sirup (verwenden Sie nie Wildpflanzen, die Sie nicht eindeutig identifizieren können!). Es ist vor allem an Waldrändern auf nährstoffreichem Lehmboden zu finden und verbreitet sich mithilfe von Ausläufern. Die herzförmigen Blätter sind langgestielt und werden von Nebenblättern am Blattgrund begleitet.

Und was haben Sie bisher auf Ihren Spaziergängen entdeckt?

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